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Science-Fiction

Dieser Text beschreibt Science-Fiction.


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Science-Fiction Artikel

Science-Fiction (kurz SF oder Sci-Fi) ist eine Form der Literatur, der bildenden Kunst, des Theaters und des Film, die den Einfluss neuer wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Entwicklungen auf den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt betrachtet. Diese naturwissenschaftlichen (= engl.: science) und gesellschaftswissenschaftliche (Begriff ist erweitert gegenüber dem englischen) Betrachtungen werden auf eine erdachte (= engl. fiction) Welt angewendet. Dies können zu dem Beispiel eine erdachte Zukunft, eine alternative Welt, eine Zeitreise in die Vergangenheit oder der Weltraum sein. Die von einigen Sprach- und Literaturwissenschaftlern in dem deutschen Sprachraum synonym benutzte Nennung für einen Teilbereich lautet "Zukunftsroman" oder "Zukunftsfilm". Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich in dem professionellen Bereich und unter Liebhabern der Begriff "Science-Fiction" etabliert. Weitere Begriffe, die mehr oder weniger genau als Synonyme benutzt wurden beziehungsweise werden, sind Wissenschaftliche Phantastik, utopische Literatur und einfach ca. Phantastische Literatur (nicht zu verwechseln mit Fantasy oder der romantischen Phantastik). Der Begriff Zukunftsliteratur wird ebenfalls (nicht ganz exakt) ab und zu als Synonym für Science-Fiction betrachtet. Er stimmt aber gegebenenfalls ca. für das Teilgebiet der Science Fiction, das sich mit der Zukunft beschäftigt. Die Kontroversen über die Nennung des Genres sind kennzeichnend für seine Entwicklung und seine Themen und Motive, aber auch für politische Anschauungen. Das Wort "Science-Fiction" hat sich in vielen Sprachen direkt oder als Lehnsübersetzung eingebürgert.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Blutopfer. Black Dagger 02 Ein wahnsinn Auch der zweite Teil der Reihe um die Bruderschaft der Black Dagger hat mich voll und ganz in seinen Bann gezogen. Es ist eine Geschichte die sich schnell und leicht liest. In diesem Teil dreht sich alles um Wrath und Beth.

Übersicht und Richtungen

Buch-Tipp: Der letzte Wunsch. Geralt-Saga 01 Das Beste seit Herr der Ringe! Der Geralt-Zyklus gehört für mich, obwohl ich bisher ca. die beiden von Heyne herausgegeben Teile gelesen habe, zu dem Allerbesten, was der Fantasy-Sektor zu bieten hat. Die Geschichte (denn es gibt eine "übergeordnete" Geschichte) ist interessant und spannend, die Erzählform des Episodenromans ist originell und die...

Phantastik

Der Begriff Science-Fiction wird heute allgemein für Werke benutzt, die über die bekannte Wirklichkeit hinausgehen und die Ereignisse und Gegebenheiten rational erklären oder immerhin als rational erklärbar darstellen.

Es gibt verschiedene Ansätze zu dem Ordnungssytem von Literatur (und Film, Theater, bildender Kunst) mit "nicht-realistischen" Elementen.

Im ersten Ansatz wird Science Fiction neben Fantasy, phantastischem Horror und den Grenzbereichen dazwischen, die wegen Zuordnungsschwierigkeiten als Phantastik subsummiert werden, direkt unter "Literatur" (bzw. Film, Theater, bildender Kunst) eingeordnet.

Systematischer ist das Vorgehen, das Phantastik als die Gruppe von literarischen (filmischen etc.) (meist, aber nicht ausschließlich Prosa-)Werken ansieht, die mit nach heutigen Erkenntnissen "nicht-realen" Elementen operieren. In diesem Ordnungssystem belegt die Science Fiction dann den Bereich, der ohne Übernatürliches (wie Zauberei und Fabelwesen) operiert. Bei Fantasy dagegen gehören Magie und/oder Fabelwesen zur Kulisse bzw. zur Handlung. Übernatürliches, das weder mit "klassischer Magie" noch mit "typischen Fabelwesen" (Drachen, Elfen, Trolle etc.) zu tun hat, oder Dinge, die (noch) nicht wissenschaftlich-logisch erklärbar sind, werden häufig unter "Mystery" zusammengefasst (, dieser Begriff wird vor allem in dem Film-Bereich benutzt). Horror kann in dieser Ordnung in jedem der Genres stattfinden.

Bevor Fantasy als eigenes Genre Anerkennung fand (und nicht mehr als "Märchen" gehandelt wurde), wurde Phantastik häufig (z.B. abgrenzend zur Utopie) als Synonym für Science Fiction benutzt. Aus der Anfangszeit der Fantasy-Welle stammt auch der Gebrauch von Phantastik als Synonym für Fantasy.

Buch-Tipp: Die Albenmark - Elfenritter Band 2 Das Buch "Die Albenmark - Elfenritter Band 2" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Überschneidung zu anderen Genres

SF ist kein puristisches Genre, das sich allen anderen gegenüber verschließt. In dem Gegenteil besteht eine der großen Stärken in der Absorption aller denkbaren literarischen Strömungen und Stile. Als übergeordneter Begriff wird darum häufig auch auf Phantastik zurückgegriffen.

Buch-Tipp: Die Novizin. Die Gilde der Schwarzen Magier 02. Faszination einer fremden Welt und liebgewonnene Figuren Vom ersten Band war ich bereits zutiefst begeistert gewesen. Der zweite Teil zeigt ein noch größeres Spektrum der "Welt" von Sonea und Ihren Mitstreitern. Ich finde es bemerkenswert, wie die Autorin es schafft die Spannung stets weiter nach oben zu schrauben. In diesem Teil erfährt man...

Überschneidung zu Horror und Fantasy

Die Nähe zu Genres wie Horror (vergleiche die Kino- Reihe Alien) und Fantasy ist wohl die naheliegendste. Horror beschreibt weniger den Inhalt einer Erzählung, sondern vielmehr den Stil, die Wirkung auf den Leser. Fantasy umfasst jene Fälle, in denen das Geschehene eben nicht mehr rational erklärbar ist. Von Grenzfällen zur Fantasy kann man auch sprechen, wenn entweder die Geschichte in einer so weit entfernten Zukuft / so anderen Welt spielt, dass das dort "Natürliche" auf uns wie "übernatürlich" wirkt (z.B. "Star Wars"), oder die Kulisse (z.B. mittelalterliche Hierarchien)und/oder die Handlungsstruktur (z.B. die Quest) fantasy-typisch ist, die Geschichte aber weder mit Magie noch Fabelwesen funktioniert.

Obwohl also Mary Shelleys Frankenstein und Robert Louis Stevensons Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde übernatürliche Elemente enthalten, enthalten sie stets noch eine Extrapolation wissenschaftlicher Ideen. Dagegen ist Bram Stokers Dracula reine Fantasy.

Auch viele unter dem Überbegriff SF laufende Werke nutzen etwa den Weltraum oder eine zukünftige Welt nicht, um über Fragen menschlicher Entwicklungen zu spekulieren, sondern als exotische Kulisse, vor der traditionelle Genres (Abenteuer, Romanze) ablaufen. Der Begriff hierfür lautet Space Opera – Beispiele sind u.a. Fernsehserien wie Raumschiff Enterprise (Star Trek) oder Krieg der Sterne (Star Wars).

Buch-Tipp: Die Rebellin. Die Gilde der Schwarzen Magier 01. Wow!!! Anfangs, als ich den Einband gelesen hatte, hatte ich so ein "naja"- Gefühl, doch als ich dann angefangen hatte zu lesen, war ich in dem Bann! Es ist einfach super spannend und ich habe es regelrecht verschlungen! Ich mag zwar die Übersetzerin nicht (warum aus "The Black Magician Trilogy" "Die Gilder der Schwarzen Magier" machen, aber das ist...

Überschneidung zur Utopie

Eine weitere Überschneidung ergibt sich für den modernen Science-Fiction-Roman in der Regel mit der Utopie (im Gegenzug zur Dystopie).

Ursprünglich wurde die Utopie, deren Absicht im Entwurf eines vollständigen Gesellschaftsentwurfes liegt, während die SF sich häufig mit der Darstellung von Teilaspekten technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen begnügt, als Trojanisches Pferd benutzt. Absicht war, der Öffentlichkeit ohne obrigkeitliche Zensur politische und philosophische Ideen vorzustellen.

Darum entstehen heutzutage kaum noch klassische Utopien, sondern eher satirische utopische Romane wie die von Robert Sheckley. Er kritisiert ironisch gesellschaftliche und technologische (Fehl-)Entwicklungen und weist dabei auf die Tücken des Alltags und die Gefahren des Weltalls hin.

Je nach Inhalt der erdachten Welt wäre ein heute erscheinender Roman entweder als SF oder Fantasy anzusehen.

Aus diesem Grund versuchen Verlage häufig erst gar nicht, eine genaue Trennung der Genres durchzuführen und führen eine "SF&F"-Reihe, in der Science-Fiction, Fantasy und ab und zu auch Horror zusammengefasst sind. Hierfür wurde auch der Begriff Speculative Fiction als alternative Deutung der Abkürzung SF geprägt. Im Deutschen spricht man auch von "Phantastischer Literatur".

siehe hierzu auch: Themen und Motive in der Science-Fiction

Buch-Tipp: Die Zwergenfestung. Warhammer - Die Abenteuer von Gotrek und Felix 08 Ziemlich gut!! Dieses Werk bietet eine kurzweilige Einsicht in die Welt der Zwerge. Ihre Liebe zu Verhängnissen, die Liebe zu dem Streit mit sich, den anderen Zwergen und natürlich den anderen Rassen wird von Nathan Long hervorragend beschrieben und mit witzigen Episoden untermauert. Man nehme ca. den Streit um Drundis Schild, den Gotrek einfach löst...

Harte und weiche Science Fiction

Die Unterscheidung zwischen hard (dt. "hart") und soft (dt. "weich") SF stellt ca. eine grobe Orientierung da und ist eher historischer Natur. Viele Romane entziehen sich in der Unterscheidung einer eindeutigen Zuordnung. Der Begriff Soft-Science-Fiction ist in dem deutschsprachigen Raum ungebräuchlich, wogegen Hard-SF als Sub-Genre durchaus anerkannt ist.

Hard-Science-Fiction

Hard-SF genannt eine Richtung in der SF die gekennzeichnet ist durch ein Interesse an wissenschaftlicher Genauigkeit oder Details. In dem Mittelpunkt der Geschichten stehen die Naturwissenschaften (zum Beispiel Astronomie, Physik, Mathematik, Biologie) sowie technologische Weiterentwicklungen. Die Entwicklung der handelnden Personen kann gegenüber der Erforschung von wissenschaftlichen Phänomenen zweitrangig sein, es gibt aber auch Autoren die das menschliche Wesen in den Vordergrund rücken. Gewöhnlich ist der technologische beziehungsweise wissenschaftliche Aspekt ein wichtiger Bestandteil der Handlung. Die Autoren gehen meistens vom modernsten Wissensstand ihrer Zeit aus um eigene Ideen logisch weiterzuentwickeln. Als Vertreter aktueller Hard-SF können Greg Bear, Alastair Reynolds, Kim Stanley Robinson und Greg Egan gelten.Soft-Science-Fiction

Die Soft-SF beschäftigt sich mehr mit philosophischen, psychologischen, politischen oder gesellschaftlichen Themen, und benutzt technische Errungenschaften eher am Rande und als Hilfsmittel, um die Handlung einzubetten. Der Begriff soft stammt aus dem Englischen, und grenzt dort die genannten Geisteswissenschaften gegen die (harten oder 'exakten') Naturwissenschaften ab.

Ein Beispiel der Soft-SF stellt Frank Herberts Wüstenplanet-Serie dar, in der ein Universum fortgeschrittener Technik, aber gleichzeitig mit einer feudalen Struktur erdacht ist. Die Rolle der Führungsschicht, Fragen von Verantwortung und Ethik sind eine der Facetten in der Handlung.

Ein weiteres Beispiel ist die SF Stanisław Lems, in der er Fiktionen über psychochemische Weltverbesserung oder politische Ideen in das Extreme getrieben hat.

Buch-Tipp: Eragon. Der Auftrag des Ältesten. Super Nachfolger Den ersten Teil habe ich durch Zufall hier bei Amazon gefunden und Dank der guten Rezensionen gleich bestellt. . . Und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Ich habe bereits alle Teile von Harry Potter und Herr der Ringe mit Begeisterung gelesen. Auch wenn Herr der Ringe viel komplexer und detaillierter ist gefällt mir Eragon um...

Literatur

Zukunftsliteratur ist zu dem einen das Teilgebiet der Science-Fiction, das sich mit der Zukunft der Menschen beschäftigt und über die Weiterentwicklung der Menschheit spekuliert. Zeitweise war es das Hauptgebiet der Science-Fiction und wurde als Gattungsbezeichnung benutzt, wobei die Zukunft stets eng mit der Gegenwart verbunden war. Einige Autoren versuchten sich auf die nähere Zukunft zu beschränken. Ein Beispiel dafür ist das Konzept der "Nahphantastik", das beispielsweise von Carlos Rasch vertreten wurde.

Zum anderen kann man mit dem Begriff "Zukunftsliteratur" auch wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Arbeiten über die Zukunft bezweichnen. Die Fernsehsendung The future is wild nutzte dazu die Möglichkeiten der modernen Computeranimation.

Buch-Tipp: Ewige Liebe. Black Dagger 03 unbegreiflich schön. . . Die Black Dagger Reihe geht unter die Haut. Ich habe selten so etwas sinnlich-köstliches gelesen, war so berührt und gefangen wie von diesem Buch. Über den Inhalt wurde ja schon viel rezessiert, ich will auch vorab überhaupt keine Inhalte verraten, das wäre gemein. Die Charaktere sind wunderbar ausstaffiert und ausgearbeitet....

Geschichte der Science-Fiction

Buch-Tipp: Geliebte der Nacht Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Geliebte der Nacht". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Vorläufer

Die Science-Fiction in dem engeren Sinne konnte erst mit der Entwicklung von Wissenschaft und Technik entstehen. Neben dem in allen Kulturen vorhandenen sagenhaften, märchenhaften und phantastischen Erzähl- und Literaturgut, das zwar Anregung gegeben haben mag, aber nicht als Vorläufer in dem eigentlichen Sinne verstanden werden kann, gibt es in dem Europa der beginnenden Neuzeit einige Ansätze.

Nach der Entwicklung des Fernrohrs wurde der Mond als ausgedehnter Himmelskörper erkannt, und in dem Zeitalter der Entdecker wurde sogleich von Mondreisen geträumt (Johannes Kepler: Somnium, dt. Der Traum, 1634; Cyrano de Bergerac: Comical History of the States and Empires of the Moon, 1656). Voltaire führte seine Leser in dem Micromégas (1752) in den weiten Weltraum, während Jonathan Swift in Gullivers Reisen (1726) fremde Völker und Kulturen auf der Erde erkundet.

Im 19. Jahrhundert finden sich Elemente der SF bei Autoren wie Edgar Allan Poe, Nathaniel Hawthorne, und Fitz-James O'Brien - ein deutscher Vertreter wäre E.T.A. Hoffmann.

siehe hierzu auch: Entwicklung der Science-Fiction

Buch-Tipp: Happy Hour in der Unterwelt Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Happy Hour in der Unterwelt". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Frühe Werke

Im ausgehenden 19. Jahrhundert begann in Europa die Zeit der eigentlichen Science-Fiction. Bekannteste Vertreter sind Jules Verne mit seinen wissenschaftlich-romantischen Abenteuern und H. G. Wells mit technisch-gesellschaftskritischen Werken. Als Gründerin des Genre aber gilt Mary Shelley mit ihrem Roman "Frankenstein". Ein deutscher Vertreter dieser Periode ist Kurd Laßwitz, nachdem der wichtigste Preis für deutsche Science-Fiction Literatur benannt ist. Mit seinen technisch-wissenschaftlichen Werken wird Hans Dominik als der deutsche Jules Verne genannt, er ist einer der wichtigsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland. Viel gelesen wurde Mitte des vorigen Jahrhunderts auch Paul Eugen Sieg mit seinen technischen Zukunftsromanen.

In Amerika trat die Science-Fiction vorwiegend in der Kurzgeschichte an ihr Publikum. Das bekannteste periodisch erscheinende SF-Magazin dieser Zeit war das von Hugo Gernsback herausgegebene Amazing Stories, das sich ausschließlich der Veröffentlichung von SF-Geschichten widmete. Allerdings war die von Hugo Gernsback gewählte Nennung scientifiction, und danach wird diese Periode der SF auch "scientifiction" genannt.

Die aus dieser Zeit stammende Assoziation der SF mit 'billigen' Magazinen und aufreißerisch gestalteten Titelseiten (scheußliche Monster und halbnackte, hilflose Frauen) machen es der SF bis heute schwer, als 'seriöse' Literatur anerkannt zu werden. Aber diese "Pulps" gaben den SF- Autoren jahrzehntelang Gelegenheit, ihre unzähligen Kurzgeschichten zu drucken und wegen ihres billigen Preises das Publikum zu erreichen, das für SF am empfänglichsten ist: Kinder.

Buch-Tipp: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Band 3) Unglaublich! Das dritte mal, das Joanne K. Rowling es mir versagt hat, das Ende zu erraten! Band für Band erfährt man mehr über Harry, seine Vergangenheit und all seine Freunde und natürlich seine Feinde, wodurch es stets deutlicher wird, wie alles Zusammenhängt. Von den 7 Bändern, ist dieser einer meiner liebsten und ich würde ihn ohne Bedenken...

Das Golden Age in den Vereinigte Staaten Amerika

Eine Aufwertung der SF geschah, als John W. Campbell, Jr. der Herausgeber von Astounding Science Fiction wurde. Er brachte Geschichten später bekannter und erfolgreicher Autoren (Isaac Asimov, Arthur C. Clarke, Robert Heinlein) heraus. Insgesamt ist die SF global stark von US-Autoren dieser Zeit beeinflusst.

Aber auch eine Reihe von Autoren, die ca. bedingt der SF zuzurechnen sind, versuchten sich in dem Genre, und brachten der SF ein seriöseres Image (Karel Čapek, Aldous Huxley, Clive Staples Lewis, Ray Bradbury, Kurt Vonnegut, George Orwell, Gore Vidal).

In der Philosophie wurde das Problem des möglichen Selbstbewusstseins von Robotern als Problem der Logik von Gotthard Günther behandelt, der darüber sogar in Astounding Science Fiction publizierte, was A. E. van Vogt seinerseits in Die Welt der non-A aufgriff.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Nachkriegszeit sah insbesondere in den Vereinigte Staaten Amerika eine wachsende Popularität der SF. In stets neuen Magazinen finden die Schriftsteller eine Plattform für ihre Geschichten. Der amerikanische Traum schien nachdem gewonnenen Krieg greifbar, die 50er waren eine Zeit des Aufschwungs und der Hoffnung. Trotzdem zog der Kalte Krieg heran. Die Ängste vor ihm oder der Atombombe zu bebezeichnen, war Aufgabe der SF, da das Thema ansonsten eher verschwiegen wurde. Ihre Autoren wurden inspiriert, über Paranoia und Diktaturen in dem Weltall zu schreiben und das mitunter mit tiefbösem Humor.

Obwohl die Weltraumerforschung realistischer erscheint, schreibt E. E. Smith seine erste Space Opera, Visionen eines Universums, das ca. darauf wartet, von tapferen Helden erobert zu werden. Damit folgt er der Tradition Robert Heinleins.

Unterschiedliche Autoren wie Philip K. Dick, John Brunner oder Frank Herbert debütierten.

Jetzt entdeckt auch das Kino die Möglichkeiten der SF. Legendär die Sonntag vormittags stattfindenden Doppelvorführungen, in denen die Kinder großartige Filme wie Der Tag, an dem die Welt stillstand , Das Ding aus einer anderen Welt (nach John W. Campbell ), Gefahr aus dem Weltall , Metaluna 4 antwortet nicht oder Die Dämonischen (nach einer Vorlage von Jack Finney ) sehen. Filme, die als Mahnmal gegen Atombomben oder - je nach Standpunkt - den Ausschuss von Joseph MacCarthy oder den Kommunismus gesehen werden können. Vielleicht die Phase der besten SF-Filme überhaupt, die das Interesse an den Büchern wachhielt.

Moderne SF

1957 startet der Sputnik als erster von Menschen geschaffener Satellit, kurz darauf folgt Sputnik 2 mit dem Hund Laika an Bord, 1961 wird Juri Gagarin der erste Mensch in dem All. Die Vereinigte Staaten Amerika sind geschlagen, weshalb Präsident John F. Kennedy verkündet, der erste Mensch auf dem Mond müsse Amerikaner sein.

Das Interesse an der SF bekommt wieder einen Schub. Zumal in Folge des Weltraum-Wettlaufs eine Reihe technischer Errungenschaften gemacht werden, die bald darauf in dem Wohnzimmer der Bevölkerung stehen. Aber diese Fortschritte ziehen nicht, wie erhofft, Frieden nach sich. In dem Gegenteil, Science-Fiction wird erstmals ernstgenommen, denn jeder potentielle Leser weiß, dass SF über kurz oder lang Realität werden kann. Die Probleme und ihre Lösungen unterscheiden sich nicht allzu sehr von denen auf der Erde. J. G. Ballard und Anthony Burgess stehen für eine SF, der die Gegenwart näher ist, als ihr lieb sein kann. Harry Harrison schreibt Soylent Green, Philip K. Dick verfasst Das Orakel vom Berge über ein Amerika, das den Zweiten Weltkrieg verlor, Thomas M. Disch Die Feuerteufel.

Frank Herberts Wüstenplanet ist der Beginn eines mehrbändigen Zyklus, der ein Universum beschreibt, nicht ca. zeitlich und örtlich unendlich von der Gegenwart der Erde entfernt, das ihm eine ähnlich fanatische Leserschaft einbringt wie Tolkien mit Der Herr der Ringe. Herberts SF mit seiner Betonung auf Regierungsformen, Menschen und weniger auf Technik wird darum als Soft-SF betrachtet.

Auch Raumschiff Enterprise, in dem Original als Star Trek bekannt, dessen Debüt 1966, also auf dem Höhepunkt des Weltraumfiebers erfolgt, kann letztlich als solche Soft-SF angesehen werden. Obwohl großer Wert auf die technischen Details und deren Stimmigkeit gelegt wurde (Asimov als Physiker fungierte einige Male als Berater), sind die Handlungen der Folgen nicht sehr SF-typisch: Kirk verliebt sich ständig unglücklich, muss mit überlegenen Außerirdischen Faustkämpfe bestreiten und es gibt sogar eine Halloween-, eine Hippie- und sogar eine nie in Deutschland gesendete Nazi-Folge. Nichtsdestotrotz ist es die erste global erfolgreiche SF-Serie, die für Universalismus und Humanismus eintritt. Mit einer Schwarzen, einem Asiatisch-stämmigen, einem Russen sowie dem Halbvulkanier Spock (nicht ca. ein Außerirdischer sondern noch dazu ein Mischling!) an Bord wirbt sie für Völkerverständigung und war damit durchaus politisch unbequem, was an der vorzeitigen Absetzung der Serie durch die Geldgeber beteiligt war.

Speziell die 1987 gestartete Nachfolgeserie Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert (Original: Star Trek: The Next Generation) griff in der Tradition des Vorgängers stets wieder brisante gesellschaftskritische Themen auf. Das gleiche gilt für einige der Star-Trek-Kinofilme. In dem Gegensatz zu dem Haudegen Kirk tritt Cpt. Jean-Luc Picard noch mehr für Völkerverständigung, Toleranz und friedliche Lösungen ein.

Eine Weiterentwicklung in dem Film brachte die SF einem weiten Publikum näher: 2001: Odyssee im Weltraum (geschrieben von Arthur C. Clarke) und Planet der Affen (nach Pierre Boulle, beide 1968) zeigten, dass die bösen Außerirdischen nicht mehr das Pubikum reizte. New Hollywood begann seine Revolution und erwischte auch das SF-Kino. Dann kamen Der weiße Hai und Krieg der Sterne und erfanden den Blockbuster. Zwischen dem "Space-Märchen" und Unheimliche Begegnung der dritten Art (beide 1977) liegen, auch in dem Stil und der Art, bereits Welten. Gleiches gilt für Alien (1978) und seinen Nachfolger 8 Jahre später. Die meisten folgenden SF- Filme sind bunte, teure Actionfilme, auf den Geschmack des jugendlichen Publikums zugeschnitten und kaum noch mit ernsthafter SF- Literatur vergleichbar.

(Siehe auch: Science-Fiction im Fernsehen, Sciencefiction-Film)

Eine zunehmend gedanklich und gesellschaftlich geprägte SF fand sich seitdem auch außerhalb der Vereinigte Staaten Amerika. Insbesondere in den Ländern des Warschauer Pakts konnte die SF eine verdeckte Gesellschaftskritik üben. Bekannte Autoren umfassen Stanisław Lem und die Brüder Arkadi und Boris Strugazki.

Eine relativ neue Richtung der Science-Fiction ist der Cyberpunk, im insbesondere die Idee der virtuellen Realität in dem Computer verfolgt wird. Als Begründer dieser Richtung sind vor allem William Gibson (Neuromancer, Count Zero (dt. Biochips), Mona Lisa Overdrive) und Bruce Sterling zu bezeichnen, daneben Pat Cadigan und in jüngster Zeit Neal Stephenson (Snow Crash, Cryptonomicon ). Weitere Vertreter dieser meist dystopischen Filme sind zu dem Beispiel Matrix oder Dark City. Eine der ersten virtuellen Realitäten kam mit der Film Tron auf die Kinoleinwände.

Bekanntester aktueller SF-Autor aus Deutschland ist wohl Andreas Eschbach, dessen Bücher Das Jesus Video und Eine Billion Dollar große Erfolge sind. Frank Schätzings Roman Der Schwarm beschreibt ein Szenario der Apokalypse.

Die größte Science-Fiction-Serie und damit das größte Science-Fiction-Universum stellt Perry Rhodan dar. Ebenfalls sehr umfangreich ist der Kosmos von Star Trek, der sowohl durch die verschiedenen Serien und Kinofilme, aber auch durch Romane, Comics und Computerspiele gebildet wird. Auch bei Star Wars hat in den letzten Jahren ein umfassendes Merchandising eingesetzt.

Schreibweise

Nachdem jede mögliche Variante unterschiedlicher Schreibweisen vorhanden war, gibt es nach der Rechtschreibreform die Alternativen:

  1. Science-Fiction (Schreibweise mit Bindestrich)
  2. Sciencefiction (Schreibweise ohne Bindestrich)

Häufig steht ca. die Schreibweise ohne Bindestrich in dem Wörterverzeichnis, die Möglichkeit der Schreibweise mit Bindestrich ergibt sich aus dem Regelwerk.

In originalsprachlichen Texten und Zitaten wird die in der entsprechenden Sprache übliche Schreibweise benutzt.

Fandom

Das SF-Genre zeichnet sich durch eine starke Fan-Gemeinde (engl. Fandom) aus, in der viele der Autoren sich aktiv beteiligen. Neben vielfältigen Publikationen (Fan-Magazine, Fanzine) gehen viele der SF-Konferenzen ebenfalls auf die Initiative engagierter Fan-Gemeinden zurück.

Ein verbreitetes deutschsprachiges Fanzine ist der von Franz Rottensteiner herausgegebene Quarber Merkur , ein wichtiges Internetmagazin ist Alien Contact. Das einzige gedruckte professionelle deutsche SF-Magazin ist derzeit phantastisch! (http://www.phantastisch.net).

Die bedeutendste SF-Konferenz ist der Worldcon, auf welcher der Hugo Award, einer der begehrtesten Preise der SF-Literatur, vergeben wird.Siehe auch: Sciencefiction-Film, Entwicklung der Science-Fiction, Science-Fiction-Autoren,Themen und Motive in der Science-Fiction, Science Fiction Club Deutschland, Fantasy, Rollenspiel, Nebula Award, Kurd Laßwitz Preis, Science-Fiction im Fernsehen, Alternativweltgeschichte, Dark-Future, End-Zeit, Cyberpunk, Nacktheit_in_der_Science-Fiction-Literatur

Weblinks


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